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Die Neue ist da!

In jahrelanger Arbeit und vielen Versuchen hat Fritz Stahlecker neben seiner pferdefreundlichen Ausbildungsmethode für junge Pferde auch eine Kandare entwickelt, die die technischen Mängel der traditionellen Kandare beseitigt.
Es gab als Vorläufer die drei Varianten Center-Bügel-Kandare, Center-Klassik-Kandare und Center-Feder-Kandare, die alle schon auf den prinzipiellen Änderungen basierten.

Jetzt hat Fritz Stahlecker die HSH-Center-Kandare noch einmal weiterentwickelt. Die wesentlichen Funktionen sind gleich geblieben, die Kandarenbäume wurden etwas verändert und haben nun ein weniger auffälliges Aussehen.

Die grundsätzlichen Änderungen gegenüber der herkömmlichen Kandare sind in einem Artikel zusammengefasst: optimierte Kandare.

Darüberhinaus gibt es auch noch eine Kurzübersicht, in der auch die beiden Varianten der Kandare kurz vorgestellt werden (Kurzübersicht). Wie ihre Vorgänger ist die Kandare zum Patent angemeldet und kann in Kürze bestellt werden.

 

Zum Thema Kandare: Kinnkettenhaken

Sinn der Kandare ist die Führung des Pferdes mit zwei unterschiedlichen Gebissen. Jedes hat seine Vorteile, sie zu kombinieren ist eine geniale Idee. Für die Beizäumung ist die Kandarestange optimal. Die Unterlegtrense hat eine anders gerichtete Funktion, sie ist am besten für die Seitenbiegung geeignet und damit die optimale Ergänzung für die Stange. Beide Gebisse müssen technisch voneinander unabhängig sein. In dieser Hinsicht ist die heutige Kandare mangelhaft.
Fritz Stahlecker hat aus diesem Grund schon früh einen anderen Kinnkettenhaken entwickelt. Diese verbesserte Ausführung ist mit einem Umgehungsbogen versehen, einer Ausbuchtung, durch welche die Extremitäten der Unterlegtrense umgangen werden. Auch jede traditionelle Kandare kann mit diesen Haken umgerüstet werden, damit auf diese Weise die unabhängige Funktion beider Gebisse gewährleistet werden kann.

 

Kinnkettenhaken, wie sie geformt sein müssen, um die technische Unabhängigkeit von Stange und Trense zu gewährleisten. Ihr Bogen "B" umgeht mit kleinem Abstand die Unterlegtrense.

Die 3:1-Zügelführung

Stahleckers Überzeugungsarbeit geht in Richtung feiner Zügelführung. Die Zunge des Pferdes - ein taktiles Wunderwerk - ist extrem empfindlich. Man darf sich nicht, so wie heute üblich, mit Kilokräften belasten. Für die Verständigung von Reiter und Pferd genügen Zügelhilfen, die sich in Grammgewichten ausdrücken. Dem entsprechend plädiert Fritz Stahlecker für die 3:1-Zügelführung, bei der beide Kandarenzügel nur mit dem Zeige- und Mittelfinger der linken Hand geführt werden.

Der um Feinheit bemühte Reiter muss als erstes erfassen, dass beide Kandarenzügel in eine Hand gehören. Die Erklärung dieser Forderung ist einfach: Wei die Kandarenstange kein Gelenk besitzt, darf sie niemals einseitig gebraucht werden, Sie würde auf der Zunge kippen, wobei ein Zungenrand entlastet würde, der andere aber die doppelte Belastung erdulden müsste. Bei 2:2-Führung besteht genau diese Gefahr. Denn auch bei besten Reiterhänden ist es kaum vermeidbar, dass sie sich relativ zueinander zumindest im Zentimeterbereich bewegen. Solche Relativbewegungen gibt es bei Führung der Kandarenzügel in einer Hand nicht.